August 2026 von Yannick Althen
Liebe Förderinnen und Förderer,
mit diesem Sommerrundschreiben möchte ich Sie über die aktuellen Entwicklungen in unserem Projekt in Ecuador informieren. Mit Beginn der Trockenzeit, die an der Küste Ecuadors von Juni bis Dezember reicht, können wir aus dem Projekt zunächst von einer erfreulichen Entwicklung berichten: Das Wassersystem der Gesundheitsstation und des Gemeindehauses ist wieder vollständig funktionsfähig.
mit diesem Sommerrundschreiben möchte ich Sie über die aktuellen Entwicklungen in unserem Projekt in Ecuador informieren. Mit Beginn der Trockenzeit, die an der Küste Ecuadors von Juni bis Dezember reicht, können wir aus dem Projekt zunächst von einer erfreulichen Entwicklung berichten: Das Wassersystem der Gesundheitsstation und des Gemeindehauses ist wieder vollständig funktionsfähig.
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Reparaturen der Wasserleitungen
Reparaturen der Wasserleitungen
Die Zisterne sowie die Pumpe und die dazugehörigen elektrischen Leitungen konnten durch unseren lokalen Partner, das Gesundheitskomitee von La Y de la Laguna, repariert werden. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel und das technische Know-how wurden dabei unabhängig von FHN organisiert und bereitgestellt. Diese Entwicklung ist besonders positiv zu bewerten. Sie zeigt nicht nur die Fähigkeit unserer lokalen Partner, notwendige Probleme eigenständig zu lösen, sondern zeugt auch von der Solidarität und dem starken Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde. Die Gesundheitsstation kann sich nun wieder selbstständig mit Wasser versorgen und ist nicht länger auf teure Tanklieferungen der Stadt Quininde angewiesen.
Psychologische Betreuung weiterhin unbesetzt
Die seit Längerem offene Stelle der Psychologin konnte durch die gute Zusammenarbeit der lokalen Buchhalterin Odalys Zambrano, des Gesundheitskomitees und der FHN-Koordination zunächst erfolgreich besetzt werden. Die ausgewählte Kandidatin konnte ihre Tätigkeit jedoch letztlich nicht aufnehmen. Bis auf Weiteres sucht unser lokaler Partner daher nach einer alternativen Besetzung der Stelle. Die psychologische Betreuung bleibt damit ein wichtiger Bereich, für den weiterhin eine geeignete Fachkraft gesucht wird.
Die seit Längerem offene Stelle der Psychologin konnte durch die gute Zusammenarbeit der lokalen Buchhalterin Odalys Zambrano, des Gesundheitskomitees und der FHN-Koordination zunächst erfolgreich besetzt werden. Die ausgewählte Kandidatin konnte ihre Tätigkeit jedoch letztlich nicht aufnehmen. Bis auf Weiteres sucht unser lokaler Partner daher nach einer alternativen Besetzung der Stelle. Die psychologische Betreuung bleibt damit ein wichtiger Bereich, für den weiterhin eine geeignete Fachkraft gesucht wird.
Eine wichtige Mitarbeiterin: Rosa Cedeño Vera
An dieser Stelle möchte ich eine unserer wichtigsten Mitarbeiterinnen im Projekt Ecuador vorstellen: Rosa Cedeño Vera, 43 Jahre alt, Koordinatorin des lokalen FHN-Büros in La Y de la Laguna. Seit Oktober 2019 ist Rosa für die zentrale Koordination der FHN-Aktivitäten in der Region Mache Chindul verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Beschaffung von Medikamenten, die enge Abstimmung mit dem medizinischen Personal der Gesundheitsstation sowie die Organisation medizinischer Brigaden in abgelegenen Gemeinden. Darüber hinaus ist Rosa eine wichtige Anlaufstelle für die Interessen, Sorgen und Anliegen der lokalen Bevölkerung, insbesondere in gesundheitlichen Bereichen wie Schwangerschaft und Diabetes. Sie verbindet organisatorische Verantwortung mit einer engen Kenntnis der Lebensrealität der Menschen vor Ort. Bereits während meiner Zeit als Freiwilliger im Jahr 2022 konnte ich mich persönlich von ihrer ruhigen, aufmerksamen und verantwortungsvollen Art überzeugen. Rosa genießt in der Gemeinde hohes Ansehen und verkörpert gerade im gesellschaftlichen Kontext des Machismo ein wertvolles Beispiel für weibliche Kompetenz und Führungsverantwortung.
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Rosa in einem Meeting mit dem Gesundheitskomitee
Als Mutter von drei Kindern, Leiterin des Projekts und Vertrauensperson der Gemeinde ist sie für viele Menschen, insbesondere auch für junge Frauen und Mädchen in der Region, ein wichtiges Vorbild. Wir von FHN Deutschland sind stolz darauf, Rosa als Teil unseres Teams zu wissen, und hoffen, ihre wertvolle Arbeit auch in Zukunft gemeinsam fortsetzen zu können.
Medizinische Versorgung weiterhin gewährleistet
Das Gesundheitskomitee hat seine Unterstützung für besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen auch in den vergangenen Monaten fortgesetzt. Von Mai bis Juli konnten Gesundheitsclubs für schwangere Frauen, chronisch Kranke und Jugendliche regelmäßig durchgeführt werden. Diese Angebote sind weiterhin eine wichtige Säule der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum von Mache Chindul. Auch medizinische Brigaden wurden in den vergangenen Monaten durchgeführt. Diese sogenannten Brigadas Médicas ermöglichen es Menschen, die aufgrund ihrer geografischen Lage oder eingeschränkter Mobilität nur schwer Zugang zu einer Gesundheitsstation haben, medizinische Leistungen direkt vor Ort zu erhalten. Auch dieses Jahr werden sie von der Bevölkerung in den Gemeinden mit hohem Interesse angenommen. Impfungen und häusliche Visiten wurden unter anderem in Santa Isabel am 21. Mai, Tahuales am 11. Juni und Viche am 17. Juli angeboten werden. Das Gesundheitskomitee stellt dabei auch einen Teil der benötigten Medikamente bereit. Dazu gehören unter anderem Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck und Epilepsie sowie Eisen- und Calciumpräparate für Schwangere. Insbesondere bei der Versorgung chronisch erkrankter Patientinnen und Patienten ist eine kontinuierliche Medikamentenversorgung wichtig. Da die staatliche Versorgung den tatsächlichen Bedarf nicht vollständig decken kann, übernimmt das Gesundheitskomitee hier eine wichtige ergänzende Funktion. Im März wurden Medikamente im Wert von 1.160 US-Dollar und im Mai für weitere 1.000 US-Dollar beschafft. Damit wurden allein in den ersten Monaten dieses Jahres bereits 2.160 US-Dollar für die medizinische Versorgung aufgewendet. Dies betrifft auch wichtige Verbands- und Verbrauchsmaterialien wie Spritzen, Kanülen und Einmalhandschuhe, die sowohl für die medizinischen Brigaden als auch für den täglichen Betrieb der Gesundheitsstation benötigt werden.
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Medizinische Brigade in Santa Isabel
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Gesundheitsclub Diabetes-Patienten
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Gesundheitsclub Diabetes-Patienten
Technische Herausforderungen
Neben den medizinischen und organisatorischen Aufgaben steht das Projekt weiterhin vor technischen Herausforderungen. So kommt es nach wie vor vereinzelt zu Stromausfällen. Seit Mitte Juli ist zudem der Computer im Büro unserer Koordinatorin Rosa Cedeño ausgefallen. Ein Ersatzgerät muss daher zeitnah organisiert werden. Dies ist für den laufenden Betrieb von erheblicher Bedeutung, da zahlreiche organisatorische und bürokratische Prozesse elektronisch abgewickelt werden. Ein längerer Ausfall kann daher zu Verzögerungen bei der Bestellung von Medikamenten, der Erstellung von Berichten und weiteren wichtigen Verwaltungsaufgaben führen.
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Das Comite de Salud
Abschließende Worte
Trotz dieser Herausforderungen möchten wir abschließend den entschlossenen Einsatz unserer lokalen Partner hervorheben. Rosa, Odalys und die vielen Mitglieder*innen des Gesundheitskomitees leisten täglich wichtige Arbeit, um die medizinische Versorgung und damit die Lebensbedingungen der Menschen in Mache Chindul zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die positiven Entwicklungen der vergangenen Monate zeigen, wie wichtig die lokale Initiative und das Engagement der Menschen vor Ort für die Entwicklung des Projekts sind.
Mit der Unterstützung unserer Förderinnen und Förderer möchten wir die Lebensbedingungen der Menschen in der Region El Páramo / Mache Chindul auch weiterhin verbessern und die lokalen Strukturen stärken. Für das entgegengebrachte Vertrauen und Ihre kontinuierliche Unterstützung danken wir Ihnen herzlich.
Yannick Althen
Koordinator des Projekts Ecuador
Foundation Human Nature Germany (FHN)
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Juli 2025, von Andrea Muschiol
Was lange währt, wird endlich gut! Nach langer und ermüdender administrativer Arbeit ist das ehrenamtliche Gesundheitskomitee für die Region El Páramo endlich wieder offiziell beim Gesundheitsministerium registriert. Dies ist vergleichbar mit der Anerkennung als eingetragener Verein in Deutschland und der damit verbundenen Steuerfreistellung. Ein korrekter legaler Status ist nicht nur für das Komitee und seine Arbeit vor Ort, sondern auch für FHN Deutschland extrem wichtig. Leider ist der „Papierkrieg” in Ecuador noch extremer als in Deutschland, weshalb der Prozess entsprechend lang gedauert hat und viel Kraft und Zeit in Anspruch genommen hat. Die Neuregistrierung war nötig geworden, da der Vorstand des Komitees neu gewählt worden war. FHN Deutschland hat den Prozess aktiv begleitet, und der Vorstand ist sehr froh, dass das Gesundheitskommitee von El Páramo diesen Meilenstein erreicht hat. Wir gratulieren von hier aus ganz herzlich!
Die Gesundheitsversorgung der Landbevölkerung konnte auf hohem Niveau gesichert werden – auch dank der Unterstützung durch Medikamentenspenden von FHN Deutschland. Zu Kontinuität und Qualität der Versorgung tragen auch die von uns finanzierten Angestellten vor Ort bei: die lokale Projektkoordinatorin Rosita und die Buchhalterin Odalys.
Die Gesundheitsversorgung der Landbevölkerung konnte auf hohem Niveau gesichert werden – auch dank der Unterstützung durch Medikamentenspenden von FHN Deutschland. Zu Kontinuität und Qualität der Versorgung tragen auch die von uns finanzierten Angestellten vor Ort bei: die lokale Projektkoordinatorin Rosita und die Buchhalterin Odalys.
Parallel zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung engagiert sich das Gesundheitskomitee auch bei Aktivitäten in der Region, z. B. bei Vorträgen in den Schulen zu Aufklärung und Hygiene und während der Feier des lokalen Muttertags am 9. Mai. Dieser Anlass wurde zu einer lokalen Spendensammelaktion genutzt, um auch vor Ort einen kleinen Beitrag zum Jahresbudget für die Gesundheitsprojekte zu genieren. Regelmäßige Treffen oder auch Mingas (= gemeinsames Arbeiten) wie bei einer Reinigungsaktion des Geländes um die Gesundheitsstation stärken die Gruppe vor Ort. Ergänzt wird die Arbeit des Komitees durch die vom Gesundheitsministerium entsandten Ärzte, Krankenschwestern und Mitarbeitenden in der Verwaltung und der Apotheke.