Gesundheitsprojekt

Das Gesundheitsprojekt
Medikamente im Gesundheitszentrum

Foundation Human Nature (FHN) betreut ein ländliches Gesundheits- und Entwicklungszentrum in der Ashanti-Region im Südwesten Ghanas. Das Projekt wurde bereits 1989 von der Deutschen Hannelore Huttel ins Leben gerufen und FHN Anfang 2003 zur weiteren Betreuung übergeben. 

In der Region um Boamadumasi sind Malaria, Tuberkulose und Typhus die häufigsten und bedrohlichsten Erkrankungen. Hautinfektionen, Atem- und Harnwegserkrankungen sowie Durchfallerkrankungen sind nicht minder selten. Ein weiteres schwerwiegendes Problem bereiten tropische Geschwüre wie Buruli Ulcus, die früh erkannt werden müssen, damit Aussicht auf Heilung besteht, und vor allem bei Schulkindern häufig vorkommen. Kleinkinder leiden insbesondere an Durchfall- und Atemwegserkrankungen, Masern, Unterernährung und Malaria, die zum Tod führen. Die meisten Einheimischen sind nicht geimpft und wissen nur unzureichend über Hygiene und Familienplanung Bescheid. 

Im Huttel Gesundheits- und Entwicklungszentrum sorgen ein medizinischer Assistent, eine Hebamme, ein Laborant sowie drei Hilfsschwestern für eine Basisgesundheitsversorgung der Bevölkerung.  

Wöchentlich besuchen 40 bis 50 Patienten das Huttel Gesundheits- und Entwicklungszentrum. In Zusammenarbeit mit der regionalen Gesundheitsbehörde werden monatlich Impfkampagnen durchgeführt. Die Durchführung des Projekts liegt bei den Einheimischen. Gesundheitshelfer, bestehend aus Freiwilligen aus den umliegenden Dörfern, treffen sich im wöchentlichen Rhythmus. Sie erörtern Angelegenheiten und Probleme der Dörfer und der Gesundheitsstation, erarbeiten Lösungen und bilden sich in Workshops zu gesundheitsbezogenen Themen weiter.

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Gesundheitsstation und freiwilligen Ärzten aus Europa und den USA organisieren sie Aufklärungs- und Impfkampagnen. Sie führen Informationsveranstaltungen und Workshops in den umliegenden Dörfern zu Themen wie Malaria, Hygiene und Familienplanung durch. Durch eine Kombination aus Behandlung, Vorbeugung und Aufklärungsarbeit werden Krankheiten nicht nur behandelt, sondern verhindert.

Die Projektkoordination verantwortet der lokale Projektverantwortliche von FHN Ghana, dem die administrativen Angelegenheiten sowie die Koordination und die Supervision obliegen. Das Projekt wird von Dr. Edward Gold (FHN England) betreut. 

Ein 2004 angelegter Brunnen versorgt das Zentrum und das anliegende Dorf mit Trinkwasser. Es bestehen Kontakte zu lokalen Schulen, um die Bildungssituation zu verbessern. Seit März 2006 existiert an der Station eine Solarstromanlage zur Stromversorgung, mit der unter anderem der Kühlschrank zur Aufbewahrung von Impfstoffen und Antiseren betrieben wird. 

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